Crèmeschnitten und Wadenkrämpfe

If you're not sure wether you are running or jogging, go faster.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Herbst im Oberland

Ich gebe es zu, ich bin manchmal etwas melancholisch. Ich liebe den Herbst, die spührbare Kälte wenn die Sonne untergeht, das Laufen im Laub, den Pfäffikersee im Bodennebel. Im Herbst läuft meist alles ziemlich gut.. Samstag war ich wieder mal lange laufen, der Tag war einfach herrlich. Im Herbst geniesse ich es, ohne Pulsuhr, ohne Zeitmesser und ohne Ziel kreuz und quer durch die Gegend zu rennen. Herrlich! Das Highlight des Weekends war aber die Biketour aufs Hörnli, zusammen mit Bettina! Eben noch am Frühstückstisch, und schon bald danach im Strandkorb (mit Nussgipfel) hoch über dem Oberland. Die Aussicht und die Stimmung waren einfach Irre, weite Sicht, etwas Nebel im Tösstal und obendrauf das Alpenpanorama mit allem was die Schweiz zu bieten hat. Hey Friends.. psst.. Geheimtipp: geht aufs Hörnli (und danach rüber zum Sternenberg und.. das verrate ich nicht, aber der Singletrail runter nach Bauma ist g e n i a l. Könnte mal jemand mein Bike putzen..?

Montag, 20. Oktober 2008

Es ist wieder soweit

Heute war es wieder mal soweit. Lange habe ich es hinausgezögert, war meist noch früh genug dran oder konnte mein Geschäft in der Mittagspause erledigen. Aber jedes Jahr kommt irgendwann wieder dieses erste Mal. Das erste Training mit Leuchtweste und Stirnlampe, der Anfang einer langen Serie durch den Winter. Noch ist der Schnee weit weg. Heute war es Hammer! Quer durch den Wald im Halbdunkel auf einem dicken Laubteppich, danach hoch übers Kopfholz mit einer wunderbaren Aussicht über die Ebene mit Hinwil und dem beleuchteten Autobahnkreisel, weite Sicht bis über den Pfäffikersee. Dazu der warme Wind und keine anderen Geräusche ausser meinem Atem. ..und ihr, warum läuft ihr? ;-)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Run like an animal

Meine aktuelle Lieblingskampagne von Pearl Izumi befasst sich mit dem Aussterben der Läufer. Hier eine Kostprobe aus dem amerikanischen Runners World:

IF YOU RAN WITHOUT SACRIFICE, CONGRATUKATIONS. YOU JUST JOGGED. Running hurts. It always has. Wooly mammoths didn't just roll over onto a plate and serve themselves to prehistoric man with fries and a shake. They had to be caught - and running down wooly mammoths was a bitch. Guess what? Running is still a bitch. But one with a purpose. It teaches us that we are capable of more than we think. It teaches us that hard work will be rewarded and laziness will be punished. Don't expect to learn those life lessons from runnings shiftless stepchild jogging. Next time you suffer on the roads or trails, suffer proudly. It means you run like an animal.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Showdown am Hallwilersee

Soll ich, soll ich nicht, soll ich.. seit Mittwoch war ich unentschlossen ob ich am Hallwilerseelauf teilnehmen soll oder nicht. Die letzten 5 Wochen kann man nicht unbedingt als gutes Beispiel für ein seriöses Training nehmen. Ausserdem hatte ich am Freitag auch noch eine leichte Erkältung. Jänu, das Wetter sollte schön werden und wir hatten uns schon länger darauf gefreut, unsere Pfeffiker Ferien-Nachbarn zu treffen. Martin hatte sich einiges vorgenommen und konnte es kaum erwarten mit seinen neuen Laufschuhen auf die 21 Km Strecke zu gehen. Das Wetter war sensationell und die Stimmung am Start war Hammer, so dass sich auch ich bei mir allmählich etwas bessere Laune einstellte. "Langsam starten" und "Hallwilerseelauf" sind zwei Dinge die irgendwie nicht zusammenpassen, so dass ich wieder mal viel zu schnell unterwegs war. Die Laufstrecke um den Hallwilersee ist wunderbar, fast alles Naturwege, tolle Aussicht auf den See und Highligts wie die Seerose und das Schloss sorgen für viel Abwechslung. Meine Krise kam dann trotzdem am extra dafür vorgesehenen Ort, dem langweiligsten Streckenabschnitt (durch ein Wohnquartier nach Km 15). Einige Km vor dem Ziel lief ich dann auf Martin auf, er hatte offenbar ein kleines Problem mit internen Körperfunktionen. Schliesslich schaffte ich es in 1:41 ins Ziel (einige Sekunden vor Roli, wie ich später hörte ;-). Mehr war im Moment wohl nicht drin - wenigstens habe ich damit ein grosses Verbesserungspotential bis zum nächsten Frühling. Nach dem Lauf wurden Bettina und ich dann als Gäste in Pfeffikon mit einem feinen Znacht verwöhnt. Das Schoggimousse von Manuel ("..du solltes Koch werden") war köstlich und wir haben uns alle sehr gut unterhalten. Vielen Dank für den schönen Tag, wir haben es sehr genossen!

Dienstag, 7. Oktober 2008

Skikers









Sonntag, 5. Oktober 2008

Kuhflocke rennt wieder!

Warum lassen sich Menschen an einem Sonntag um 05:00 morgens aufwecken? Zum Beispiel um nach Murten zu fahren, oder genauer gesagt nach Courtepin. Dort startete nämlich heute Bettina zu ihrem ersten offiziellen Laufanlass am Murtenlauf auf der 8,6 Km langen Strecke. Um es vorweg zu nehmen, sie meisterte die Strecke inklusive strengem Aufstieg durch die Tour de Suisse Kurven von "La Sonnaz" souverän und mit einer Platzierung in der ersten Hälfte - bravo, bin sehr stolz uf dich min Schatz! Ich selber hatte keine Ahnung, wie ich mich zurzeit einschätzen soll. Nach einem sehr Velo-lastigen Sommer und 3 Wochen wunderbaren Ferien waren keine läuferischen Höchstleistungen zu erwarten. Von Roger wusste ich nur, dass man halt auf dieser Strecke immer so laufen soll, dass man noch etwas Reserve hat (merci für den Tipp). Brav bin ich also in Murten in meinen Startblock mit Zielzeit 1:30 eingestanden und auf die 17,1 Km Strecke gestartet. Habe mich von Anfang an ziemlich gut gefühlt, so bin ich dann nach etwa 6 Km auf den vorderen Startblock aufgelaufen und ich konnte auf der ganzen Strecke dauernd etwas überholen. Die Strecke ist wunderbar, hat aber ziemlich viele Steigungen drin (grins). Schlussendlich konnte ich mich im ersten Drittel halten, womit ich mehr als zufrieden bin. Na also, geht doch noch! Die feine Pizza, zusammen mit dem Kaufmann-Clan, haben Bettina und ich sehr zufrieden geniessen können.

Freitag, 3. Oktober 2008

15 minutes of fame

Ojemine, offenbar hat das Silvesterlauf OK dieses Jahr in den Fotoarchiven gewühlt und unser Osterhasen - Dreamteam zutage befördert. Auf der Offiziellen Silvesterlauf Homepage zieren unsere Köpfe das Seitenbanner - und ich muss sagen, wir machen uns verdammt gut! Leute, das ist fast nicht mehr zu topen.. Offenbar sind wir auch in der Ausschreibung zu sehen, die per Post verschickt wird (bin ja mal gespannt). Ist schön, solche Freunde zu haben..

Sonntag, 28. September 2008

Longjogg am Schnebelhorn

Heute morgen sind Edo und ich bei kaltem, aber wunderbarem Wetter in Steg zu einer Höhentour übers Schnebelhorn gestartet. Das ist übrigens der höchste Berg im Kanton Zürich, falls das ausser mir sonst noch jemand nicht gewusst hat. Nach einem ziemlich brutalen Kaltstart erreicht man nach knapp einer Stunde den Gipfel auf fast 1300 M.ü.M. Danach gings über weissichwasfürtobel (irgendwann waren wir in Wolfsgrueb, das kenn ich vom biken) auf einer schönen Runde zurück nach Steg, wo wir nach etwas mehr als 2einhalb Stunden bei Sonnenschein zufrieden ankamen. Danke Erich, für die schöne Tour und die Gesellschaft. Meine Ortskenntnisse haben noch immer sehr viel Optimierungspotential..

Montag, 22. September 2008

Whistler Village, Canada

Viel gefahren, viel gewandert und gebiked, viel Holz verfeuert, viel Bier vernichtet, ich weiss gar nicht was ich hier erzählen soll. Freu mich schon auf die langen Sofaabende mit hunderten von Fotos (ja, daran kommt ihr nicht vorbei!).

The Lake, Sunshine Village (skibanff.com)
Mit einem uralten gelben Schulbus werden wir ins Sunshine Village gefahren, das Zentrum des Skigebietes mit selbigem Namen. Wunderbare Aussichten erwarten uns hier auf einer Rundwanderung (Gonitschiwaa..). Der schöne See an dem wir Rast machen heisst eigentlich "Grizzly Lake" - wir nennen ihn einfach nur den "Lake" - ja so langsam glauben wir dass wir die einzigen Touristen sind, die keinen Bären zu Gesicht bekommen.

Interlaken, Kananaskies (Canada)
Die Kananaskies sind absolut Hammer, der Geheimtipp schlechthin. Auf dem kleinen Interlakes Campground verbringen wir einen der schönsten Abende, Campfire mit privatem Seeanschluss und ein Riesensteak. Danach ein perfekter Sonnenuntergang mit anschliessendem Vollmond, Herz was willst du mehr?

Von Läufern und Bären
Die letzten Tage der Ferien werden wir in Whistler verbringen (Austragungsort der Skirennen der Olympic Wintergames 2010). Bevor wir vom Campground wieder Richtung Function Junction losmarschieren geh ich nochmals eine Runde laufen. Gedanklich bin ich bereits beim Dillemma Chicken Wings oder Nachos angelangt, da steh ich plötzlich mitten im Wohnquartier vor einem Bären, der ein paar Meter weiter oben auf dem Kiesweg herumspaziert. Es gibt sie also wirklich.. wer hätte das gedacht. Wir haben uns dann geeinigt, dass wir uns gegenseitig in Ruhe lassen (wäre ja eh auf ein Unentschieden herausgelaufen). Nach Tempolauf zurück wird dann Bettina ebenfalls in die Laufschuhe genötigt, aber leider ist der Bär schon weitergezogen. Die Geschichte mit den Nachos erzählen wird dann ein Andermal..

Downhill am Whistler Mountain
Whistler besuchen ohne die Trails mit einem Downhill Bike zu befahren wäre wie Pommes ohne Maionnaise, wie Asterix ohne Obelix, wie Silvesterlauf ohne Bratwurst am Sternen - es geht einfach nicht. Also melden wir uns gleich für einen halbtägigen Kurs an, 20 Kg schweres Bike, Schutzausrüstung, Tageskarte und Instruktor (aus dem Berner Oberland) inklusive. Wir haben viel Spass zusammen mit unseren neuen Bekannten aus Liverpool und machen die Trails unsicher bis die Sesselbahn den Betrieb einstellt (ob es wohl hier auch eine letzte Pistenkontrolle gibt - vielleicht macht die der Bär?). Bettinas Bein wird sicher auch bald nicht mehr wehtun.. ist nichts Schlimmes passiert - ehrlich!
Canada is great!
cu M

Freitag, 5. September 2008

Jasper, Canada - Waschsalon

Schon fast eine Woche in Kanada unterwegs. Vancouver war toll - eine Stadt in der wir uns ein Leben gut vorstellen könnten. Joggen im Stanley Park, Shopping (Hotel war mitten in Downtown), mit gemieteten Velos kommt man hier überall hin. Unterdessen sind wir aber mit unserem Cruise Ship unterwegs - ein Dodge RAM 3500 Turbo Diesel 4x4 Truck :-) mit Wohnwagen hintendrauf. Erst mal raus aus Vancouver brauchten wir eine Weile um uns auf die Outdoor Ferien einzurichten, es ist saukalt hier! Nach einem Zwischenstopp in Kamloops fuhren wir direkt nach Jasper. Die Landschaft ist wahnsinnig, es gibt einfach von Allem viel und gross und da wir in der Nachsaison hier sind, ist überall genuegend Platz für uns. Wir haben uns fuer einige Tage auf dem Whistler Campground hier in Jasper eingerichtet, hier gibt es so viel zu sehen, ein richtiges Bike & Hike Paradies. Heute morgen sind wir den Edith Clavell Trail hochgewandert, mit wunderbaren Blicken auf Gletscher und Seen - bis dann die grosse Nebelwolke kam und schliesslich auf 2200m der Schnee (!). Es ist ungewoehnlich kalt für diese Jahreszeit hier. Bisher haben wir vor allem Elche gesehen, und Bettina vom Auto aus einen Bären, mal sehen was wir noch so alles antreffen. Unterdessen ist wohl unsere Wäsche durch.. bis bald einmal.

Gruss aus Jasper von Micha & Bettina.